Ihre Skibindungen tun weit mehr, als nur Ihre Schuhe auf den Skiern zu halten: Sie schützen Ihre Knie, Beine und Knöchel direkt vor Verletzungen. Eine falsche Einstellung führt zu zwei problematischen Situationen:
Einerseits, Zu fest angezogene Bindungen lassen den Fuß bei einem Sturz nicht los, was das Risiko von Verdrehungen und Brüchen enorm erhöht.
Andererseits, Zu lockere Bindungen führen zu ungewolltem Aushaken der Schuhe mitten in der Abfahrt, wodurch Sie im ungünstigsten Moment die Kontrolle verlieren.
Die ISO- und AFNOR-Normen legen diese Einstellungen nach standardisierten Kriterien fest, damit Ihre Sicherheit nicht von einer ungenauen Eigenkonstruktion abhängt. Diese internationalen Standards legen genau fest, wie Ihr Auslösewert entsprechend Ihrem Profil zu berechnen ist.
Ihr Fahrkomfort hängt auch von diesen richtigen Einstellungen ab : Gut angepasste Bindungen geben dir auf der Piste das nötige Selbstvertrauen, das den Unterschied zwischen einem stressigen Tag und einer flüssigen Abfahrt ausmacht.
Sie haben mehr Kontrolle die von Ihnen ausgewählten Skier, Sie können Kurven besser einleiten – kurz gesagt: Sie fahren besser Ski.
Die Theorie kennen Sie ja bereits – kommen wir nun zu den konkreten Kriterien, die Ihre individuelle Einstellung bestimmen. Diese Parameter wirken sich gegenseitig aus und beeinflussen direkt Ihren endgültigen DIN-Wert. Manche sind rein körperlicher Natur, andere betreffen Ihren Trainingsstil.
Drei weitere Punkte sollten Sie bei der Einstellung beachten : Wenn Ihre Vorgeschichte mit Knie- oder Knöchelverletzungen die Standardempfehlungen beeinflusst, sollten Sie dies dem Fachmann, der Ihre Bindungen einstellt, stets mitteilen. Ebenso, falls Sie spezielle Geräte verwenden Wie Leashes, verstärkte Bremsen oder Tourenmesser: Diese Zubehörteile wirken auf den Auslösemechanismus ein und müssen angegeben werden. Denken Sie außerdem daran, dass Bindungen mit der Zeit verschleißen: Federn, Fersenhalter und Schrauben altern und können die Auslösung beeinträchtigen. Eine regelmäßige Überprüfung ist daher unerlässlich.
Kriterien | Beschreibung | Auswirkungen auf die Einstellung |
|---|---|---|
Gewicht des Skifahrers | Körpergewicht in kg | Je höher das Gewicht, desto höher der DIN-Wert |
Größe | Höhe in cm | Die Größe beeinflusst die Berechnung des DIN-Werts |
Alter | Altersgruppe des Skifahrers | Bei den Senioren und Junioren wurden die Werte nach unten korrigiert |
Morphologie | Frauen, Kinder, Senioren | Bestimmte Körperformen erfordern spezielle Anpassungen |
Skikönnen | Vom Anfänger bis zum Experten | Ein fortgeschrittenes Niveau lässt einen etwas höheren DIN-Wert zu |
Skistil | Piste, Freeride, Skitouren | Jede Disziplin beeinflusst die Auslösekraft |
Ihre Skier und Skischuhe
Ein Schraubendreher, der zum Schraubentyp Ihrer Befestigungen passt
Die DIN-AFNOR/ISO-Norm 11088 (online oder bei Ihrem Vermieter erhältlich)
Bei Bedarf ein trockenes Tuch
Vergewissern Sie sich, dass sich kein Schnee oder Eis in den Mechanismen festgesetzt hat
Überprüfen Sie den allgemeinen Verschleiß der beweglichen Teile
Überprüfen Sie die Kompressionsanzeige an der Fersenhalterung (kleine farbige Anzeige)
Stellen Sie sicher, dass die Bindungen fest an den Skiern sitzen
Suchen Sie den auf Ihrem Schuh eingravierten Wert in Millimetern und überprüfen Sie, ob die Sohle nicht zu stark abgenutzt ist
Lösen Sie die Schrauben oder schieben Sie die Schiene je nach Befestigungsart verschieben
Stellen Sie den vorderen Anschlag und die Fersenhalterung auf den richtigen Abstand ein
Ziehen Sie die Schrauben nach der Einstellung wieder fest an.
Tragen Sie Ihre persönlichen Daten (Gewicht, Größe, Alter, Leistungsniveau) in die AFNOR-Tabelle ein
Notieren Sie den empfohlenen DIN-Wert
Drehen Sie die Einstellschraube der Fersenhalterung, bis dieser Wert erreicht ist
Vergewissern Sie sich, dass der vordere Anschlag denselben Wert anzeigt, falls er einstellbar ist.
Führen Sie einen Frontdruck-Test durch: Drücken Sie den angezogenen Schuh kräftig nach vorne.
Führen Sie einen Seitentest durch: Üben Sie seitlichen Druck aus
Die Verriegelung muss sich erst bei einem gewissen Widerstand lösen – weder zu leicht noch zu schwer.
Auch wenn Sie diese Schritte genau befolgt haben, Lassen Sie Ihre Einstellung von einem Fachmann im Geschäft oder direkt im Skigebiet Méribel-Mottaret überprüfen.. Diese doppelte Überprüfung erspart Ihnen böse Überraschungen bei Ihrer ersten Abfahrt auf der Piste.
Bestimmte Skifahrerprofile erfordern bei der Einstellung besondere Aufmerksamkeit. Atypische Körperformen weichen von den Standardtabellen ab und erfordern spezifische Anpassungen:
Kinder : Da sie sehr leicht sind und schnell wachsen, sind häufige Kontrollen erforderlich.
Senioren : Aufgrund ihrer empfindlicheren Gelenke sind etwas niedrigere DIN-Werte gerechtfertigt.
Schwergewichtige Sportler : Ihre hohe Muskelmasse verzerrt Berechnungen, die ausschließlich auf dem Gewicht basieren.
Sehr leichte Skifahrer : Bei herkömmlichen Einstellungen besteht die Gefahr, dass sich die Schuhe ungewollt lösen.
Auch Ihre Spielweise beeinflusst Ihre Einstellung:
Abseits der Piste belastet Ihre Bindungen anders als auf der Piste, mit stärkeren Stößen und unterschiedlichen Schneeverhältnissen.
Freestyle, mit seinen Landungen und Figuren, erfordert einen etwas höheren DIN-Wert.
Skitouren verwendet Hybrid- oder Spezialbindungen, deren Einstellmöglichkeiten sich völlig von denen traditioneller Alpinmodelle unterscheiden.
Wenn sich Ihr Können im Laufe der Saison verbessert oder Sie Ihre Ausrüstung wechseln, passen Sie Ihre Bindungen entsprechend an.
Es gibt mehrere Anzeichen, die auf ein Einstellproblem hinweisen:
Unerwartetes Ausziehen der Schuhe ohne ersichtlichen Grund
Trotz der Verdrehung können Sie beim Sturz die Schuhe nicht ausziehen
Schmerzen oder Beschwerden im Bereich der Knöchel und Knie
Der manuelle Auslösetest gibt Ihnen einen ersten verlässlichen Anhaltspunkt. Setzen Sie sich im Geschäft oder zu Hause hin, ziehen Sie Ihre Skier an und üben Sie seitlichen sowie frontalen Druck auf Ihre Bindungen aus. Diese sollten Ihren Fuß mit einem angemessenen Widerstand freigeben – weder zu leicht noch zu schwer.
Wenn Sie in Les 3 Vallées unbeschwert Ski fahren möchten, vertrauen Sie auf einen Profi für die jährliche Überprüfung Ihrer Ausrüstung. Diese Überprüfung ist nach einem heftigen Aufprall oder einem schweren Sturz sogar zwingend erforderlich, da der Aufprall die inneren Mechanismen Ihrer Bindungen verändert.
Regelmäßige Pflege und Wartung verlängern zudem die Lebensdauer Ihrer Bindungen. Reinigen Sie diese nach jeder Tour, genauso wie Sie Pflegen Sie Ihre Skibekleidung. Denken Sie auch daran, Ihre Skier regelmäßig zu schleifen und zu wachsen, denn gut gepflegte Ausrüstung sorgt für mehr Sicherheit und bessere Leistung.


